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Veranstaltungen

Ein Abend, der lange nachklingen wird

Am 17. April 2026 wurde in der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften der 18. Eva Luise Köhler Forschungspreis verliehen und zugleich das 20-jährige Jubiläum unserer Stiftung gefeiert. Rund 200 Gäste aus Wissenschaft, Medizin, Politik und Selbsthilfe kamen zusammen, um herausragende Forschung zu Seltenen Erkrankungen zu würdigen und ein gemeinsames Zeichen für Sichtbarkeit, Fortschritt und Vernetzung zu setzen.

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Im Rahmen eines bewegenden Festakts wurden Dr. Arcangela Iuso (Helmholtz Munich) und Dr. Lucia Laugwitz (UK Tübingen) ausgezeichnet: zwei Wissenschaftlerinnen, deren Arbeiten beispielhaft für die große Kraft und beeindruckende Bandbreite der Forschung zu Seltenen Erkrankungen stehen.

Ausgezeichnet: RNA-Baseneditierung und Neugeborenenscreening als Hoffnungsträger

Dr. Arcangela Iuso erhielt den Forschungspreis für ihren innovativen Ansatz der RNA-Baseneditierung. Ihr Projekt zeigt, wie genetische Fehler gezielt auf RNA-Ebene korrigiert werden können, ein vielversprechender Schritt hin zu personalisierten Therapien. In der Laudatio würdigte Prof. Dr. Annette Grüters-Kieslich, Vorstandsvorsitzende der Stiftung, die Arbeit mit den Worten: „Ihre Arbeit ist inspirierend und von großer Bedeutung. Brava, Arcangela!“

Der Anerkennungspreis ging an Dr. Lucia Laugwitz, Prof. Dr. Samuel Gröschel und European Leukodystrophy Association (ELA). Ihre Pionierarbeit zum Neugeborenenscreening auf metachromatische Leukodystrophie trägt dazu bei, dass betroffene Kinder frühzeitig diagnostiziert und behandelt werden können. Hier wird deutlich, wie entscheidend es ist, Forschung, Diagnostik und Versorgung zusammenzudenken, damit daraus schnell konkrete Hilfe für betroffene Kinder und ihre Familien wird.

20 Jahre Engagement: Forschung und Vernetzung, die Wirkung zeigt

In der von Moderator Heinz Wilkens charmant angeleiteten Talk-Runde mit den Preisträgerinnen wurde deutlich: Beide Projekte stehen für das, was die Eva Luise und Horst Köhler Stiftung seit 20 Jahren antreibt: Forschung, die über reinen Erkenntnisgewinn hinausgeht und konkrete Veränderungen für Betroffene ermöglicht.

Eva Luise Köhler machte in ihrem Grußwort deutlich, wie viel sich in den vergangenen Jahren bewegt hat und welches Potenzial weiterhin in der Forschung zu Seltenen Erkrankungen liegt. Neue Netzwerke, wachsende wissenschaftliche Erkenntnisse und immer konkretere Therapieansätze zeigen, dass Fortschritt greifbar ist, wenn viele zusammenwirken. Gleichzeitig betonte sie: „Wir haben einiges erreicht, aber es liegt noch viel vor uns.“

Besonders berührend waren die persönlichen Worte von Dr. Ulrike Köhler, die sich seit vielen Jahren im Stiftungsrat engagiert. Sie sprach eindrücklich über das Leben mit einer Seltenen Erkrankung und darüber, wie wichtig Sichtbarkeit, Zusammenhalt und Engagement sind.

Auch die politischen Grußbotschaften setzten ein ebenso klares wie bemerkenswertes Signal. Dass sich mit Nina Warken und Dorothee Bär gleich zwei Bundesministerinnen an die Gäste richteten, ist ein wichtiges Zeichen. In Ihren Botschaften machten sie deutlich: Die Anliegen der Menschen mit Seltenen Erkrankungen werden auch auf bundespolitischer Ebene gehört.

Wenn Wissenschaft und Musik zusammenklingen

Eine besondere Note erhielt der Abend zum Abschluss: Schumanns Cellokonzert, gespielt vom Deutschen Kinderärzteorchester und Jan Vogler, setzte einen beeindruckenden Akzent. Dass hier Medizinerinnen und Mediziner gemeinsam mit einem Solisten von Weltrang auf der Bühne waren, verlieh dem Auftritt eine eigene Qualität: ein Zusammenspiel von Engagement und Exzellenz, das begeisterte und lange nachklingen wird.

So war dieser Abend mehr als eine Preisverleihung. Er hat gezeigt, welche Kraft entsteht, wenn viele Menschen gemeinsam Verantwortung übernehmen. Wir sind dankbar für wunderbare Begegnungen und verstehen jede einzelne als Ansporn und Verpflichtung zugleich, weiterhin dafür zu arbeiten, dass aus Forschung Fortschritt wird.

Impressionen der Preisverleihung

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